Über

"Schreiben ist eine köstliche Sache; nicht mehr länger man selbst zu sein, sich aber in einem Universum zu bewegen, das man selbst erschaffen hat."

Gustave Flaubert (1821 - 1880), französischer Erzähler und Novellist

 

Seit ich ein kleines Mädchen bin faszinieren mich Bücher, Geschichten und Poesie.

Irgendwann reichte mir das Abtauchen in fremde Phantasiewelten von Autoren nicht mehr aus und so fing ich an eigene zu erschaffen.

Jeder Mensch hat Träume. Meiner ist es, in ein paar Jahren vielleicht selbst einmal diejenige zu sein, deren Buch aus dem Regal genommen wird

Ich freue mich über Mitverfolger meiner bisher entstandenen Niederschriften & Gedanken. Vielleicht ist dies ein Weg Gleichgesinnte zu finden, sich auszutauschen & meine Phantasiewelten mit anderen zu teilen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alter: 28
 


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Zwischen Versprechen und Liebe

Wenn man verliebt ist, verspricht man sich selbst so viele Dinge.

Man verspricht sich, dass man den Partner annimmt wie er ist und nicht versucht an ihm herum zu schrauben. Ja, man verspricht sich, dass man seinen Partner nicht zu erziehen versucht.

Man verspricht sich, dass man selbst immer Kompromissbereit ist. Dass man die Meinung des Anderen stets annimmt und lernt, seine eigenen Belange auch mal in den Hintergrund zu stellen, so wie der Andere es auch für einen selbst tun würde.

Man verspricht sich, geduldig zu sein und den Dingen Zeit zu lassen.

Auch verspricht man sich, verständnisvoll zu sein und dem Partner immer zuzuhören, auch dann, wenn man selbst mal einen schlechten Tag hat.

Man verspricht sich selbst, dass man auch in Streitsituationen Ruhe bewahrt und nicht aus der Haut fährt. Ja, man verspricht sich, dass wütend zu werden wirklich die letzte unausweichliche Reaktion auf Auseinandersetzungen sein sollte.

Und dann…Dann kommt die Realität…

 

Wir erziehen unsere Partner. Wir versuchen sie zu manipulieren und ihnen unsere Regeln aufzudrücken, einfach deswegen, weil es für uns bequemer ist.

Wir wollen keine Kompromisse. Wir wollen, dass unser Partner immer hinter uns steht – auch dann, wenn wir wissen das wir eigentlich im Unrecht sind und oftmals auch übertrieben reagieren.

Wir nehmen die Meinung unseres Partners nicht an, weil sie uns zu unbequem ist und weil sie vielleicht auch nicht mit unserer eigenen übereinstimmt.

Wir wollen alles auf einmal. Wir wollen nicht warten. Wir möchten Urlaub machen, ein Haustier, Kinder und ein Haus bauen. Wir wollen es nicht irgendwann – wir wollen es sofort und wir können nicht akzeptieren, dass einige Dinge einfach Zeit brauchen und das auch unser Partner vielleicht Zeit braucht.

Wir schneiden unserem Partner das Wort ab, wimmeln ihn am Telefon ab obwohl er uns etwas Wichtiges erzählen möchte. Ja, wir hören unseren Partnern nicht zu wenn uns nicht danach ist.

Wir streiten. Wir streiten und fahren aus der Haut. Wir hören nicht was der Partner sagt, wir wollen einfach nur Recht haben. Erklärungen haben keine Bedeutung für uns. Im Streit hat immer nur man selbst Recht. Der Partner ist ungerecht und wir fühlen uns auch genauso behandelt.

Zwischen dem was wir uns selbst versprechen und dem was tatsächlich passiert, spielt sich das ab, was sich Leben nennt. Das ist die Realität. Nicht unsere Versprechen die wir uns zu einer Zeit gegeben haben, in der wir noch zu blind waren um zu wissen, worauf es in der Liebe wirklich ankommt.

Es ist so einfach…

Vergesst eure Versprechen, vergesst alles was ihr euch für eure Liebe und für eure Beziehung fest vorgenommen habt. Vergesst all die Regeln , die ihr euch irgendwann einmal in den Kopf gesetzt habt. Hört auf zu vergleichen und euch an anderen zu orientieren. Vergesst von Zeit zu Zeit eure Prinzipien und lebt in den Tag hinein. Hört auf im Partner einen Sündenbock zu sehen wenn es euch nicht gut geht.

Macht euren Partner nicht zu jemandem, der er nicht sein will. Gebt ihm Raum zu dem zu werden, der er selbst sein möchte, denn genau das erwartet ihr auch von ihm.

 Gesteht euch ein, dass es okay ist Fehler zu machen und erlaubt es auch dem Anderen.

Lernt geduldig zu sein und seid aufmerksam – manchmal steckt der Teufel im Detail. Nicht jeder trägt sein Herz auf der Zunge, doch gerade ihnen lohnt es sich zuzuhören.  

Seid nicht nachtragend, weil euer Partner vergessen hat Milch zu kaufen oder die Waschmaschine nicht ausgestellt hat. Haltet euch nicht an Kleinigkeiten auf…

 

Es wird immer wieder Zeiten geben, in denen wir vergessen was wir uns  nicht vorgenommen haben. Zeiten, in denen wir zu dem werden, was wir nicht sein wollten.

 Wir werden in alte Muster zurückfallen, werden unaufmerksam und unausstehlich sein. Wir werden Recht behalten wollen und werden uns über liegengebliebene Socken aufregen.

Es gibt nur ein Versprechen, dass ihr euch selbst immer zu geben bereit sein solltet…

Liebt. Ohne Wenn und ohne Aber.

Ohne Angst und ohne Ungeduld.

Liebt innig und bewusst.

Liebt ohne Versprechen an euch selbst und den anderen, denn ist es nicht Versprechen genug, dass der den ihr liebt jeden Morgen neben euch aufwacht?

18.4.17 21:09, kommentieren

Ein Leben ohne dich...

Ein Leben ohne dich.Das wären Tage, Wochen und Monate.Das wären die schönsten Frühlingsblumen, die keinen Duft verströmen oder frische Petersilie aus dem Garten, die nach nichts schmeckt.Ein Leben ohne dich, dass wäre auf einer Wiese mit einer frisch gemähtem Gras zu sitzen und es nicht riechen zu können.Es wäre ein Schauspiel, bei dem die wichtigsten Akteure fehlen oder ein Klavier ohne Tasten.Ein Leben ohne dich, wäre wie Schnee ohne Schlitten fahren oder wie ein Gedicht ohne Strophen, Verse und Zeilen.Es wäre ein Haus ohne Fenster und ohne Türen oder wie Butterpopcorn ohne Maiskörner.Ein Leben ohne dich wäre all das, aber Nichts.

27.1.16 18:58, kommentieren

Du, mein Segen...

Heute sind es genau 18 Monate und 16 Tage...

Irgendwann im Leben kommt einmal der Punkt, an dem man nichts mehr erwartet. Gezeichnet von Enttäuschungen, Wut und vergessen werden, hören wir auf daran zu glauben, dass es dort draußen noch jemanden für uns gibt. Zu oft wurden wir enttäuscht, zu oft im Stich gelassen oder ersetzt. Zu oft, als das wir noch an das Gute glauben könnten. Wir verlieren den Glauben an das Kostbarste. An Menschen, die uns wahre Freunde sein können. Die uns bedingungslos lieben, uns stärken wenn wir selbst nicht die Kraft dazu haben. Die mit uns weinen und sich aufrichtig mit uns freuen. Die ihr Heim zu unserem machen, uns stets das Gefühl geben willkommen und vor allem wertvoll zu sein. Die uns Halt geben und unser Herz allzeit mit Wärme füllen.

Ich hörte auf daran zu glauben, kapitulierte. War gezeichnet von Enttäuschungen und dem Verlassen werden. Zu oft kehrten mir Freunde den Rücken zu, vergaßen mich so, wie die alten Rollschuhe aus Kindertagen. Zu oft verliefen meine Bemühungen ins Leere, zu oft musste ich aufgeben um nicht verloren zu gehen, mich selbst nicht kaputt zu machen... Zu oft ließ man mich spüren, dass Freundschaft in dieser Welt keinen Bestand mehr hat, dass wir alle ersetzbar sind...

Und dann kamst du. Reichtest mir an einem lauen Sommerabend die Hand. Lächeltest das ehrlichste Lächeln, dass meine Augen je erreicht hat. Du hast mich im Sturm erobert, bist durch das von mir aufgegebene und verloren geglaubte Territorium gewirbelt. Hast meine Welt wieder zum schwanken gebracht, ganz betrunken bin ich bis heute vom Glücksgefühl das du mir zurückgegeben hast. Du hast mich zum Leben erweckt, mir geholfen den Staub der Vergangenheit wegzuwischen und neu zu beginnen. Hast mich genau in dem Moment heimgesucht, als ich dich am sehnlichsten herbeigewünscht und am dringendsten gebraucht habe.

Seitdem erfüllen mich hunderte von Erinnerungen, wenn nicht sogar tausende. An dich, an mich, an uns. An alles was war und an alles was kommt.

Für alle anderen magst du nur irgendjemand sein. Jemand der ihnen auf der Straße entgegenkommt oder den sie beim einkaufen im Vorbeigehen streifen. Jemand, deren Namen sie irgendwann einmal aufgeschnappt haben oder deren Hand sie mal irgendwo schüttelten...

Für die anderen magst du irgendjemand sein, doch für mich bist du das Zuhause. Die Sonnenstrahlen am schönsten Sommertag des Jahres. Der Geruch von frischgemähtem Gras und der Geschmack von Waldmeisterlimonade. Du bist die Sahne auf meiner heißen Schokolade und meine Lieblingsblume, die in der teuersten Vase der Welt steht. Du bist mein Lieblingsort auf der Welt, mein liebstes Parfum...

Du, bist der Titel meines Buches. Der Titel eines Buches, dessen Inhalt und Ende wir selbst bestimmen. Und wenn wir wollen, dann endet es nie.

 Überall mein Herz - überall... 

 

 

 

 

21.1.15 21:20, kommentieren

Noch vor einigen Monaten...

Noch vor einigen Monaten, wäre ich dir an jeden Ort der Welt gefolgt.

Ich hätte in Italien mit dir in einer Gondel gesessen.

Hätte die Zugspitze mit dir erklommen oder sogar den Mount Everest bestiegen.

Ich hätte in einem kleinen Cafe´ in Frankreich mit dir die Sonne genossen oder hätte mit dir auf den Seychellen Sandburgen am Strand gebaut.

Ich wäre in Alaska mit dir zum Eis-Angeln gegangen und hätte uns im Regenwald eine Hängematte gebaut.

Ich wäre mit dir durch Schlossgärten in Spanien spaziert oder mit der Pferdekutsche durch Amsterdam gefahren. 

Ich wäre in der Karibik mit dir getaucht oder wäre mit dir auf dem Tandem quer durch Deutschland gereist.

Ich hätte mit dir ein Zelt in der Sahara aufgeschlagen oder mich in den vollen Straßen von Bangkok mit dir verlaufen.

Selbst an die dunkelsten Orte wäre ich dir gefolgt.

Ich hätte bei Liebeskummer deine Hand gehalten oder hätte dich am Grab eines lieben Menschen gestützt.

Ich hätte dich zu einer schweren Operation begleitet oder hätte Seite an Seite mit dir im Krieg gekämpft.

Noch vor einigen Monaten, wäre ich dir an jeden Ort der Welt gefolgt.

  

1 Kommentar 6.9.14 15:20, kommentieren

Urlaubsgedanken!

Letzten Montag war es endlich soweit, unser lang ersehnter Urlaub war endlich zum Greifen nah. Wir mussten nur noch acht Stunden Fahrt hinter uns bringen und dann öffneten sich die Tore zu Entspannung, neuen Erlebnissen und ganz persönlichen Abenteuern. Kennt ihr diesen Moment, wenn ihr an eurem Urlaubsziel ankommt und das Gefühl habt, ihr wärt nie woanders gewesen? Ihr steigt aus dem Auto oder aus dem Flieger, atmet die neue Umgebung ein und fühlt euch sofort wohl und heimisch?

Ich war noch nie ein Mensch, der sich an fremden Orten wohlfühlen konnte. Brauchte immer meine Heimat um mich und Straßen in denen ich mich auskannte. Fremde Orte machten mir immer Angst, wohl auch deswegen, weil mein letzter Familienurlaub schon einige Zeit zurücklag. Was ist, wenn auf dem Weg in den Urlaub etwas passierte? Wenn wir uns verlaufen oder ausgeraubt werden? Wenn die Unterkunft schlecht war oder wir anfingen zu streiten? Tausend Sorgen kreisten vor Urlaubsbeginn unterbewusst in meinem Kopf herum. Tausend Sorgen, die sich spätestens dann zerschlugen, wenn ich die Autotür öffnete und am Reiseziel ankam. Es war weniger wie ein Ankommen im Urlaub, sondern einmal mehr das Gefühl, bei mir selbst angekommen zu sein. All die neuen Erlebnisse, die Aussichten und Sehenswürdigkeiten, die unfassbar schöne Natur, die Menschen und Lokale, die Unternehmungen bei denen ich sogar ein bisschen über mich selbst hinausgewachsen bin... Es klingt sicher kitschig, aber ich glaube, ich bin mir selbst wieder näher gekommen...

3 Kommentare 28.7.14 13:23, kommentieren