Über

"Schreiben ist eine köstliche Sache; nicht mehr länger man selbst zu sein, sich aber in einem Universum zu bewegen, das man selbst erschaffen hat."

Gustave Flaubert (1821 - 1880), französischer Erzähler und Novellist

 

Seit ich ein kleines Mädchen bin faszinieren mich Bücher, Geschichten und Poesie.

Irgendwann reichte mir das Abtauchen in fremde Phantasiewelten von Autoren nicht mehr aus und so fing ich an eigene zu erschaffen.

Jeder Mensch hat Träume. Meiner ist es, in ein paar Jahren vielleicht selbst einmal diejenige zu sein, deren Buch aus dem Regal genommen wird

Ich freue mich über Mitverfolger meiner bisher entstandenen Niederschriften & Gedanken. Vielleicht ist dies ein Weg Gleichgesinnte zu finden, sich auszutauschen & meine Phantasiewelten mit anderen zu teilen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alter: 27
 


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Das Leben ist ungerecht...

Das Leben ist ungerecht. Manchmal nur ab und zu und manchmal jeden verdammten Tag. Wenn kurz nach dem Aufstehen die Kaffeedose runterfällt, die Haare nicht liegen oder man mal wieder seinen Schlüssel nicht finden kann, obwohl man ihn doch immer an genau derselben Stelle ablegt wenn man nach Hause kommt. Wenn das bestellte Mittagessen im Italiener nicht schmeckt, man beim Einkaufen wieder mal zehn Minuten anstehen muss oder wenn das Wetter schlecht ist. Wenn es einen Stromausfall gibt, DHL mal wieder ein beschädigtes Päckchen viel zu spät liefert oder einem beim Blick auf den Kontoauszug schlecht wird. Wenn man sich auf seine Lieblingssendung freut und feststellt, dass ein bedeutungsloser Feiertag das Fernsehprogramm verändert hat. Wenn man perfekte Schuhe im Schaufenster entdeckt und es sie nicht in der passenden Größe gibt. Wenn wir auf die Bahn warten müssen, unsere Brille einen Kratzer hat oder es im Sommer selbst ohne Decke immer noch zu heiß ist... Dann ist das Leben ungerecht.

Im Grunde genommen, ist doch einfach alles ungerecht: Wir arbeiten für zu wenig Lohn. Wir wohnen in viel zu teuren Wohnungen. Wir kaufen überteuerte Lebensmittel und müssen uns ständig anpassen. Wir versinken in Bürokratie und müssen uns jeden Tag auf´s Neue mit undankbaren und ungehobelten Menschen abgeben.

Doch wisst ihr, es gibt sicher Menschen die gern eine Kaffeedose umwerfen würden, würden sie eine besitzen und sich den teuren Kaffee leisten könnten. Es gibt Menschen, die sich beim Gedanken an ein Essen beim Italiener die Finger lecken und selbst unsere Reste essen würden, weil sie nicht genügend Geld haben um in ein Restaurant zu gehen. Es wird Menschen geben, die morgens gern den Schlüssel für ihre Wohnung suchen würden, statt frierend auf einer Parkbank wach zu werden. Es gibt Menschen, die sich über Stromausfälle freuen würden, denn das hieße, dass sie Strom hätten. Es wird Menschen geben, die sich freuen würden ein Paket zu bekommen, als Zeichen dafür, dass jemand an sie denkt. Es wird Menschen geben, die sich über jede Art von Schuhen freuen, egal in welcher Größe, Form oder Farbe. Ja, sie würden sich freuen überhaupt Schuhe zu besitzen. Es gibt Menschen, die überhaupt gern Lohn bekommen würden, Lebensmittel einkaufen möchten oder sich gern mit Bürokratie abgeben würden, wenn sie nur Lesen und Schreiben könnten. Es gibt Menschen, die würden sich gern mit undankbaren und ungehobelten Menschen abgeben, denn das würde bedeuten, dass sie nicht einsam wären und ihre Familien nicht verloren hätten.

Aus all diesem ergibt sich am Ende nur eine einzige, alles umfassende und elementare Frage: 

Wann haben wir nur aufgehört dankbar zu sein für das was wir haben? 

 

 

 

1 Kommentar 17.7.14 14:55, kommentieren

Zeit. Oder das was bleibt.

Ich weiß mittlerweile, was das Problem mit der Zeit ist...

Egal ob es die Zeit unserer Kindheit ist oder die, die wir mit einem ganz besonderen Menschen verbringen konnten - irgendwann ist jede Zeit einmal abgelaufen. Irgendwann ist die Zeit die wir hatten aufgebraucht. Abgelaufen wie der Sand in einer umgedrehten Sanduhr.

Zeit die wir hatten, kann uns niemand zurückgeben. Niemand kann sie für uns zurück spulen oder uns in einem hübschen Kästchen verpackt unter den Weihnachtsbaum legen. Die Zeit ist fort, gegangen mit allem an dem wir uns festhalten konnten. Nimmt uns das, was uns Mut gemacht hat. Nimmt uns die Freude, die Hoffnung und manchmal auch den Menschen, der diese Zeit für uns so besonders machte.

Ich wünschte, ich könnte die Zeit einfrieren. Sie in beschriftete Dosen legen und sie aufmachen wann immer ich es möchte...

Wir wissen die Zeit die wir haben oftmals nicht zu schätzen, doch sie hält weder für uns an, noch macht sie Pausen. Sie läuft ungefragt ab und ist irgendwann abgelaufen, ohne das wir es merken. Wir merken erst das sie vorbei ist, wenn wir uns an sie erinnern. 

Das ist das  Einzige, dass die Zeit uns nicht nehmen kann - unsere Erinnerungen...

 

 

 

1 Kommentar 28.5.14 15:04, kommentieren

Ein ungebetener Gast...

Da ist sie wieder. Die Blockade. Heut Morgen hab ich sie freundlich begrüßt und dabei meinen Hut abgenommen. Ich habe einen Knicks gemacht und habe mich nicht gewehrt als sie zur Tür hinein geschlüpft ist. Auch wenn es mich furchtbar ärgert, ich kann ja doch nichts dagegen tun.

Die Momente in denen meine Phantasie sich wundervolle Sachen ausdenkt oder durch fremde Welten reist werden einfach immer seltener... zu selten stelle ich mir vor "Was wäre wenn..." weil ich viel zu sehr mit dem beschäftigt bin, "Was hier ist"...

 Manchmal denke ich, dass das Alter mir meine Fähigkeit zum Träumen raubt. Um Himmels Willen - ich bin 24 denke ich mir im nächsten Moment, rede nicht über das Alter... aber mir kommt es vor, als wäre mir das Kostbarste geraubt worden, dass was mich in früheren Jahren oft am Leben erhalten hat. Das, was mich ausgemacht hat. Ich habe die verschlossene Kiste schon in der hintersten Ecke des Kellers gefunden, aber ich finde einfach nicht den passenden Schlüssel um sie endgültig wieder zu öffnen...

1 Kommentar 24.4.14 10:15, kommentieren

Schreiblust!

Ich habe seit ein paar Tagen erstmals wieder eine ungeheure Lust auf's Schreiben. Ein paar Seiten sind sogar entstanden,aber noch quäle ich mich nach der langen Pause wieder einen Anfang zu finden. Früher konnte ich einfach drauf los schreiben,ohne nachzudenken. Der Grund dafür,warum es heut nicht mehr funktioniert unbefangen in die Tastatur zu hauen ist mit großer Wahrscheinlichkeit der, dass wir einfach zu viel nachdenken. Wir lassen unseren Gedanken nicht mehr freien Lauf,weil einfach zu oft von uns verlangt wird,dass wir sie kontrollieren! Wir werden durch eine unsichtbare Macht gehemmt das zu tun und das zu denken was wir möchten. Unsere Gedanken kreisen permanent um die Arbeit,um unsere Zukunft oder darüber, was wir nach Feierabend noch besorgen müssen um unseren Liebsten etwas leckeres auf den Tisch zaubern zu können... Manchmal fühle ich mich meiner Phantasie beraubt. Früher verging keine Minute in der ich nicht meinen Tagträumen hinterher hing und diese von Zeit zu Zeit zu Papier brachte... Doch vielleicht ist es auch genau das, was uns unsere Unbefangenheit nimmt - die Zeit...

12.3.14 10:16, kommentieren

Ohne dich...


Ich denke nach, ohne zu wissen worüber.

 

Höre Musik, ohne das sie mich erreicht.

 

Sehe Filme, ohne die Bilder zu verstehen.

 

Bewege mich, ohne zu wissen wohin.

 

Schlafe und bin doch wach.



Ich weiß nicht, wo ich hingehöre. Ohne dich.

 

So viele Plätze auf der Welt und an keinem komme ich jemals wirklich an.

 

Fast so, als wäre ich gar nicht da.

 

Als wäre ich unsichtbar.

 

Ich schaue auf meine Hände und weiß nichts mit ihnen anzufangen, ohne dich.

 

Schaue in den Spiegel und weiß nicht, wer mich dort eigentlich ansieht.

 

Ich stehe im Wind und wünsche mir, er würde mich einfach davontragen.

 

Mich hochheben und durch die Luft tragen.

 

Mich irgendwo fallen lassen.


11.3.14 07:54, kommentieren