Du, mein Segen...

Heute sind es genau 18 Monate und 16 Tage...

Irgendwann im Leben kommt einmal der Punkt, an dem man nichts mehr erwartet. Gezeichnet von Enttäuschungen, Wut und vergessen werden, hören wir auf daran zu glauben, dass es dort draußen noch jemanden für uns gibt. Zu oft wurden wir enttäuscht, zu oft im Stich gelassen oder ersetzt. Zu oft, als das wir noch an das Gute glauben könnten. Wir verlieren den Glauben an das Kostbarste. An Menschen, die uns wahre Freunde sein können. Die uns bedingungslos lieben, uns stärken wenn wir selbst nicht die Kraft dazu haben. Die mit uns weinen und sich aufrichtig mit uns freuen. Die ihr Heim zu unserem machen, uns stets das Gefühl geben willkommen und vor allem wertvoll zu sein. Die uns Halt geben und unser Herz allzeit mit Wärme füllen.

Ich hörte auf daran zu glauben, kapitulierte. War gezeichnet von Enttäuschungen und dem Verlassen werden. Zu oft kehrten mir Freunde den Rücken zu, vergaßen mich so, wie die alten Rollschuhe aus Kindertagen. Zu oft verliefen meine Bemühungen ins Leere, zu oft musste ich aufgeben um nicht verloren zu gehen, mich selbst nicht kaputt zu machen... Zu oft ließ man mich spüren, dass Freundschaft in dieser Welt keinen Bestand mehr hat, dass wir alle ersetzbar sind...

Und dann kamst du. Reichtest mir an einem lauen Sommerabend die Hand. Lächeltest das ehrlichste Lächeln, dass meine Augen je erreicht hat. Du hast mich im Sturm erobert, bist durch das von mir aufgegebene und verloren geglaubte Territorium gewirbelt. Hast meine Welt wieder zum schwanken gebracht, ganz betrunken bin ich bis heute vom Glücksgefühl das du mir zurückgegeben hast. Du hast mich zum Leben erweckt, mir geholfen den Staub der Vergangenheit wegzuwischen und neu zu beginnen. Hast mich genau in dem Moment heimgesucht, als ich dich am sehnlichsten herbeigewünscht und am dringendsten gebraucht habe.

Seitdem erfüllen mich hunderte von Erinnerungen, wenn nicht sogar tausende. An dich, an mich, an uns. An alles was war und an alles was kommt.

Für alle anderen magst du nur irgendjemand sein. Jemand der ihnen auf der Straße entgegenkommt oder den sie beim einkaufen im Vorbeigehen streifen. Jemand, deren Namen sie irgendwann einmal aufgeschnappt haben oder deren Hand sie mal irgendwo schüttelten...

Für die anderen magst du irgendjemand sein, doch für mich bist du das Zuhause. Die Sonnenstrahlen am schönsten Sommertag des Jahres. Der Geruch von frischgemähtem Gras und der Geschmack von Waldmeisterlimonade. Du bist die Sahne auf meiner heißen Schokolade und meine Lieblingsblume, die in der teuersten Vase der Welt steht. Du bist mein Lieblingsort auf der Welt, mein liebstes Parfum...

Du, bist der Titel meines Buches. Der Titel eines Buches, dessen Inhalt und Ende wir selbst bestimmen. Und wenn wir wollen, dann endet es nie.

 Überall mein Herz - überall... 

 

 

 

 

21.1.15 21:20

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